Simbabwe: Viktoriafälle & Lake Kariba

Der Lake Kariba und die Viktoriafälle sind zwei großartige Naturerlebnisse in Simbabwe, die man einfach gesehen haben muss!

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Simbabwe – Kariba „Lake Kariba“ – Januar 2018

Simbabwe – Viktoriafälle & Lake Kariba – Januar 2018

Reisedauer: 3 Tage (2 Nächte)

Gesamtbudget: ca. 515€ p.P.

  • Unterkunft: 100€ p.P.
  • Hin- & Rückreise: 45€ p.P. (exkl. Flug von Deutschland)
  • Aktivitäten: 65€ p.P.
  • Essen / Trinken: 165€ p.P. 50g
  • Mietwagen: ca. 140€ p.P. für 3 Tage

{Mietwagen gesamt: 2.350€ für 19 Tage (inkl. 600€ Rückführung aus Sambia)}

Reiseliteratur: Harper Lee – „Wer die Nachtigall stört“

Simbabwe war auf unserer Reise durch das südliche Afrika nur ein kurzer Ausflug, denn wir verweilten auf der simbabwischen Seite der Viktoriafälle nur für einen Tag und übernachteten zwei Nächte in Kariba am Lake Kariba. Dennoch gab es uns einige Einblicke in Land und Leute und bestärkte mich darin, baldigst zurückzukehren und das restliche Simbabwe zu entdecken.

Die Viktoriafälle sind in jeder Hinsicht eindrucksvoll und wunderschön! Genauso wie der Sambesi, der sich durch die Viktoriafälle in zwei Teile teilt (Upper & Lower Sambesi). Mit jedem Touristen, mit denen wir gesprochen haben, war die Meinung einhellig: Die Fälle waren für jeden unter den Top 3 Highlights ihrer Reise.

Auch wenn der Lake Kariba in Deutschland keine große Bekanntheit genießt, so ist es nicht weniger eindrucksvoll. Und sei es nur, um einige ruhige Tage zu erleben. Für jeden Foto-Begeisterten ist dies ein Paradies. Aktivitäten jeglicher Art werden natürlich ebenfalls dort angeboten.

Viktoriafälle:

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Simbabwe – Viktoriafälle – Januar 2018

Anreise aus Sambia: Der Weg zur simbabwischen Grenze aus Sambia ist recht lang (30Min), denn man muss die Victoria Falls Bridge überqueren. Mag man nicht laufen, was ich jedoch auf jeden Fall empfehlen würde, denn die Aussichtspunkte auf die Fälle sind sehr schön, kann man alternativ ein Taxi nehmen, welches zwischen den beiden Grenzen pendelt. Man zahlt üblicherweise 1-3 USD p.P. (je nach Verhandlungspartner).

Anreise aus Kasane: In Kasane werden Tagesausflüge zu der simbabwischen  Seite der Viktoriafälle angeboten. Normalerweise sorgen die jeweiligen Reiseorganisationen für die An- & Abreise. Eine Einreise nach Simbabwe erfolgt üblicherweise kurz hinter Kasane. Fährt man selber empfiehlt sich ebenfalls die Route über Simbabwe (80km/1,5Std Fahrt) zu wählen, da die Einreise mit einem Mietwagen simpler vollzogen werden kann, als die in Sambia.

Visum: In beidem Fällen kann man an der Grenze ein KAZA Visum für 50 USD erwerben, welches eine mehrmalige Einreise nach Simbabwe und Sambia ermöglicht.

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Simbabwe – Viktoriafälle – Januar 2018

Für die Viktoriafälle wird ein Eintrittspreis von 30 USD p.P. verlangt. Diesen entrichtet man in unmittelbarer Nähe des Grenzpostens an der Victoria Falls Bridge.

Wir waren bereits sehr früh am Morgen dort, um den Sonnenaufgang an den Fällen mitzuerleben und wanderten wie schon auf der sambischen Seite von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt, um dort Unmengen von Fotos zu machen und durch die aufsteigende Gicht bis zur Unterwäsche nass zu werden. Da es aber schon früh heiß wird, sind die Wassertropfen eine willkommene Abkühlung. Um die Runde an den Fällen in Ruhe drehen zu können, sollte man 2-3 Std Zeit mitbringen. Schneller geht es natürlich auch, wenn man nicht an jedem Punkt zu lange verweilt. Im Nachhinein wäre es sehr schön gewesen, eine Decke und Frühstück dabei zu haben, um im Victoria Falls Park zu picknicken.

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Simbabwe – Viktoriafälle – Januar 2018

Im Januar sieht man die Fälle nur zum Teil mit Wasser bedeckt, wobei dies ausreichend beeindruckend ist. Reist man dagegen im April/Mai erlebt man durch den Wasserhöchststand des Sambesis die Fälle in ihrer ganzen Pracht. Nachteil ist, dass die Gicht gerade mit zunehmender Hitze so hoch steigt, dass man erstens vollständig geduscht wird und zweitens man vor Gicht nicht mehr viel von den Fällen zu Gesicht bekommt.

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Simbabwe/Sambia – Viktoriafälle – Januar 2018

Auf der sambischen Seite unternahmen wir einen Rundflug mit dem Helikopter, welchen ich jedem trotz des hohen Preises unbedingt empfehlen würde. Es war einfach grandios. Mehr dazu in Sambia: Der Süden

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Simbabwe/Sambia – Viktoriafälle – Januar 2018

Lake Kariba:

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Simbabwe/Sambia – Lake Kariba – Januar 2018

Nach Kariba, Simbabwe gelangten wir über den Grenzübergang von Sambia am Kariba Dam. Zunächst mussten wir erneut aus Sambia ausreisen. Eine Gebühr von 10ZMW war zu entrichten, um den Kariba Dam zu passieren. Durch das KAZA Visum war die Einreise nach Simbabwe kurz und unkompliziert. Das Auto durfte ebenfalls nach Zahlung von 30USD relativ zügig mit einreisen und wir freuten uns über die schnelle Prozedur in Simbabwe.

Von der Grenze am Kariba Dam war es kein km mehr bis zu unserer Unterkunft und auf dem Weg dahin wurden wir bereits fasziniert von der Größe und Schönheit des Sees.

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Simbabwe – Kariba „Lake Kariba“ – Januar 2018
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Simbabwe – Kariba „Hornbill Lodge“ – Januar 2018

Die Hornbill Lodge (100€/Nacht) liegt am Hang und auf der Spitze einer Peninsula. Die Hütten sind so angeordnet, dass der Blick aus dem Zimmer direkt auf den See gerichtet ist. Das Besondere an dieser Unterkunft: Die Hütten haben keine Türen noch Vorhänge. Wir fanden das grandios, denn es wurde nachts angenehm kühl und man wurde morgens durch den Strahl der Sonne gekitzelt und erblickte noch mit müden Augen ein Paradies. Wir blieben in der Lodge zwei Nächte und waren die einzigen Gäste, da wir in der Nebensaison reisten. Somit war der Pool und der gesamte Garten unser!

Frühstück und Abendessen war im Preis inklusive und war außerordentlich gut und mehr als genug um hungrige Mäuler zu sättigen. Nur die Getränke sind immer extra zu entrichten. Als einer unserer letzten Anlaufstellen unserer Reise, genossen wir die Ruhe, das gute Essen und die schöne Aussicht und verbrachten einen Tag nahezu vollständig in der Lodge.

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Simbabwe – Kariba „Lake Kariba“ – Januar 2018

Am zweiten Tag wollte ich unbedingt auf den Lake Kariba und die Eigentümerin der Lodge buchte uns eine Exkursion mit dem Katamaran (40 USD p.P. inkl. Nationalparkgebühr) und packte uns eine Kühlbox mit diversen Kaltgetränken. Auch diesmal waren wir die einzigen Gäste und der Bootsführer verließ mit uns den Hafen gegen 15:30Uhr. Er spannte das Segel und wir glitten leise über den See, sahen Hippos, Krokodile, Zebras am Seeufer und selbstgebastelte Fischerboote, die den Hafen verließen, um kleine Fische mit Netzen zu angeln, welche anschließend gesalzen und luftgetrocknet werden. Die größte Ansammlung an Krokodilen im südlichen Afrika findet sich in diesem zum baden einladenden See. Mutige Einheimische gehen in der heißen Jahreszeit tatsächlich in der Mitte des Sees schwimmen, da die Wahrscheinlichkeit Krokodile anzutreffen an den tiefsten Stellen des Sees am geringsten ist. Um 18Uhr mussten wir in den Hafen zurückkehren, denn eine Hafenrettung gibt es dort nicht. Es war ein sehr schöner, zum Träumen verleitender Ausflug.

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Simbabwe/Sambia – Kariba Dam – Januar 2018

Wir hielten auf der sambischen Seite des Kariba Dams an, da dort Parkplätze waren und gingen zu Fuß über den Damm. Ein wirklich eindrucksvolles Bauwerk, wenn man bedenkt, dass hier auf 100m Höhe Wassermassen auf einer Fläche von 5400km² gestaut werden. Beide Länder konnten so die Überschwemmungen bzw. Dürren durch die jahreszeitlichen Schwankungen des Sambesis kontrollieren und gleichzeitig Energie durch Kraftwerke erzeugen, welchen beiden Ländern einen Großteil der Stromversorgung sichert. Ob das die Umsiedlung von mehr als 50.000 Menschen rechtfertigte, ist fragwürdig, aber der dadurch geschaffene Kariba See ist nichtsdestotrotz wunderschön!

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Simbabwe/Sambia – Kariba Dam – Januar 2018

Kombinationsmöglichkeiten:

  1. Sambia: Der Süden
  2. Botswana: Das Okavango Delta
  3. Namibia: Der Norden
  4. Südafrika

4 Antworten auf „Simbabwe: Viktoriafälle & Lake Kariba

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